Laufende Projekte

  1. False Memory - Psychophysiologie des Erinnerns
  2. Verschiedene Aspekte des menschlichen Erinnerns spiegeln sich in körperlich messbaren Parametern wider. Dieses Projekt nutzt Varianten des Tatwissentests (Concealed Information Test), um physiologische Korrelate tatsächlicher und vermeintlicher Erinnerungen experimentell zu untersuchen.

    Ziele:

    • Grundlagenforschung im Bereich "Psychophysiologie des Erinnerns"
    • Identifikation von psychophysiologischen Markern tatsächlichen und vermeintlichen Erinnerns

    Methoden:

    • Experimentelle Psychophysiologie
    • Mehrkanalableitung mit Erfassung von Hautleitfähigkeit, Atemexkursion, Elektrokardiogramm und Fingerpulskurve
    • Elektroenzephalogramm (EEG)
    • Randomisierte Videodarbietung
    • Varianten des Concealed Information Test

    Kooperationen:

  3. Psychophysiologie der Aufdeckung verheimlichten Wissens
  4. Dieses Projekt nutzt den Tatwissentest (Concealed Information Test), um anhand physiologischer Messungen das Wissen über die elementaren mentalen Vorgänge des Wiedererkennens, des Erkennens von Wahrheit, des Evidenzerlebens und der Täuschung zu erweitern.

    Ziele:

    • Grundlagenforschung im Bereich "Psychophysiologie von Erkennen, Erinnern, Wahrheit und Unwahrheit"
    • Erforschung sozialer Bedingungen von Evidenzerleben, Täuschungsverhalten und begleitendenden psychophysiologischen Reaktionen

    Methoden:

    • Experimentelle Psychophysiologie
    • Mehrkanalableitung mit Erfassung von Hautleitfähigkeit, Atemexkursion, Elektrokardiogramm und Fingerpulskurve
    • Elektroenzephalogramm (EEG)
    • Mock-Crime Szenario (Scheinverbrechen)
    • Concealed Information Test einschließlich Entwicklung abgewandelter Formen

    Kooperationen:

  5. Konventionelle Erklärung außergewöhnlicher Erfahrungen
  6. Dieses Projekt geht der Frage nach, ob bestimmte Berichte von außergewöhnlichen Erfahrungen  (AgE) auf Basis konventioneller Annahmen verstanden werden können, wenn man die mentalen Funktionen der Wahrnehmung und des Erinnerns im Detail besser versteht.

    Ziele:

    • Untersuchung mentaler Prozesse und deren Anfälligkeiten, die einen Beitrag zur Aufklärung berichteter außergewöhnlicher Erfahrungen leisten können
    • Erforschung psychophysiologischer Korrelate dieser Prozesse

    Methoden:

    • Experimentelle Psychophysiologie
    • Mehrkanalableitung mit Erfassung von Hautleitfähigkeit, Atemexkursion, Elektrokardiogramm und Fingerpulskurve
    • Elektroenzephalogramm (EEG)
    • einschlägige experimentelle Paradigmen

    Kooperationen:

  7. Presentiment bei der Aufdeckung verheimlichten Wissens
  8. Unter "Presentiment" versteht man ein nicht unbedingt bewusst wahrgenommenes "Vorausfühlen" nachfolgender Ereignisse, das nicht konventionell erklärbar ist. Es wird angenommen, dass ein solches Phänomen, wenn es sich einstellt, anhand spezifischer physiologischer Reationen erkennbar wird.

    Ziele:

    • Experimentelle Prüfung der Presentiment-Hypothese
    • Methodische Entwicklung für die Erforschung unkonventioneller Fragestellungen

    Methoden:

    • Experimentelle Psychophysiologie
    • Mehrkanalableitung mit Erfassung von Hautleitfähigkeit, Atemexkursion, Elektrokardiogramm und Fingerpulskurve
    • Mock-Crime Szenario (Scheinverbrechen)
    • spezielle Abwandlungen des Concealed Information Test
    • Nichtparametrische statistische Verfahren

    Förderung:

    • Bial Foundation, Portugal

Abgeschlossene Projekte:

  1. Kognitive Belastung beim Täuschen
  2. Experimentell wird der Frage nachgegangen, ob die Abgabe einer täuschenden Antwort bei der Verheimlichung von Wissen eine zusätzliche kognitive Belastung darstellt und deshalb durch eine Zusatzaufgabe erschwert werden kann.

    Ziele:

    • Grundlagenforschung zum Concealed Information Test
    • Erforschung der kognitiven Beanspruchung beim Lügen und bei der Aufdeckung verheimlichten Wissens

    Methoden:

    • Experimentelle Psychophysiologie
    • Mehrkanalableitung mit Erfassung von Hautleitfähigkeit, Atemexkursion, Elektrokardiogramm und Fingerpulskurve
    • Mock-Crime Szenario (Scheinverbrechen)
    • Parallelaufgaben-Paradigma mit Concealed Information Test

    Kooperationen:

  3. Wahrnehmungsprozesse bei der Entstehung außergewöhnlicher Erfahrungen
  4. Die Entstehung spezifischer außergewöhnlicher Erfahrungen (AgE) wird hier auf einer elementaren Ebene untersucht: Prozesse der Reizwahrnehmung und Diskrimination, aber auch das gestalthafte Erkennen komplexer Muster werden im Vergleich zwischen Personengruppen mit stärkerer und mit schwächerer Neigung zu paranormalen Erfahrungen untersucht.

    Ziele:

    • Deskription von AgE-assoziierten Persönlichkeitsvariablen auf psychophysiologischer, behavioraler und testpsychologischer Ebene
    • psychophysiologische Beschreibung qualitativer Zusammenhänge und qualitativer Unterschiede zwischen AgE und Symptomen psychischer Störungen (Differentialdiagnose)

    Methoden:

    • experimentelle EEG-Untersuchungen zu Aufmerksamkeit und Reizverarbeitung mit klassischen Paradigmen (z.B. Novelty-Oddball, Schreckreflex, Contingent Negative Variation-Paradigma)
    • experimentelle Untersuchungen zur Gestaltwahrnehmung (z.B. Mooney Faces)
    • neuropsychologische und psychologische Testverfahren

    Kooperationen:

  5. Anomale Kommunikation
  6. Das Projekt untersuchte das Phänomen einer nicht konventionell erklärbaren Kommunikation zwischen räumlich getrennten Personen. "Anomale Kommunikation" ist ist eine allgemeinere Fassung des traditionellen Begriffs "Telepathie".

    Ziele:

    • Untersuchung möglicher Kommunikation, die nicht auf konventioneller Basis erklärbar ist
    • Kann subjektive Bedeutung von einer Person auf eine andere übertragen werden?

    Methoden:

    • peripher-physiologische Messung
    • komplexe, nicht-parametrische Datenanalyse unter Berücksichtigung der besonderen statistischen Eigenschaften physiologischer Messwerte

    Förderung:

    • Das Projekt wurde von der Bial-Stiftung unterstützt und war Gegenstand einer wissenschaftlichen Promotion.

  7. Zusammenhänge im EEG räumlich getrennter Personen
  8. Unter dem Begriff "nichtlokale Korrelationen" wurde hier der Frage nachgegangen, ob sich im EEG räumlich getrennter Personen Zusammenhänge nachweisen lassen, die nicht konventionell erklärbar sind.

    Ziele:

    • Untersuchung möglicher Kommunikation, die nicht mit konventionellen Mitteln erklärbar ist
    • Speziell Replikationsversuch einschlägiger Vorgängerstudien

    Methoden:

    • räumliche Trennung paarweise eingeladener Personen, optische Stimulation nur einer der beiden Personen, Analyse des EEG der nicht stimulierten Person
    • komplexe Datenanalyse mit der Frage, ob das EEG der nicht stimulierten Person während der Stimulation der anderen Person eine veränderte Gesamtaktivität zeigt

    Kooperation:

    • Ehemalige Abteilung für Empirische und analytische Psychophysik des IGPP

  9. Präkognition, Gewinn und Verlust
  10. Zur Frage eines möglichen "Vorauswissens" (Präkognition) von persönlich bedeutsamen Ereignissen wurde hier eine Börsensimulation eingesetzt, anhand derer physiologische Präaktionen und Reaktionen auf eine Serie von Gewinn- und Verlusterlebnissen untersucht wurden.

    Ziele:

    • psychophysiologische Grundlagenforschung zur Neurophysiologie von Gewinn- und Verlusterlebnissen bzw. von Bestätigung und Irrtum.
    • Prüfung auf präkognitive Vorgänge bzw. Auftreten nicht konventionell erklärbarer Korrelationen.

    Methoden:

    • Laborexperimente mit gleichzeitiger EEG- und Verhaltensregistrierung bei komplexen kognitiven Aufgaben.
    • Neu entwickelte Computersimulation, bei der die Versuchsperson an einer virtuellen Börse handelt.