Geist und Materie

Außergewöhnliche Erfahrungen und stabile Selbsttransformation über die Zeit in der kontemplativen Praxis

Das Projekt zielt darauf ab, in einer Längsschnittstudie mit zwei Zeitpunkten im Abstand von einem Jahr qualitativ und quantitativ zu untersuchen, wie erfahrene Yoga- und Meditationspraktizierende spiritueller Traditionen (1) langfristige Selbsttransformationen von Gewohnheiten, Werten und Weltanschauungen vornehmen und (2) veränderte Bewusstseinszustände erleben. Auf der Grundlage von Fallstudien mit ca. 90 Yoga- und Meditationspraktizierenden im spirituellen Kontext aus Gemeinschaften der neohinduistischen Konfession sowohl in Brasilien (n = 60) als auch in Deutschland (n = 30) besteht das Ziel dieser Forschung darin, die Komplexität und den Umfang innerhalb der Dimensionen der narrativen Identität zu erörtern, die mit dem Körper, den Emotionen und außergewöhnlichen (d.h. paranormalen) Erfahrungen zusammenhängen. Wir werden (1) qualitative Interviews zur Frage der Selbsttransformation durchführen, (2) das subjektive Erleben während der Meditation quantitativ erfassen und (3) die außergewöhnlichen (paranormalen) Erfahrungen von Praktizierenden im Alltag untersuchen. In einem Längsschnittdesign mit Messzeitpunkten (T1, T2), die ein Jahr auseinander liegen, werden wir untersuchen, wie sich diese drei Dimensionen im Laufe des Jahres entwickeln und wie sie kausal zusammenhängen.

Förderzeitraum: 07/2025 – 06/2028
In Kooperation mit dem Museu Nacional, Universidade Federal do Rio de Janeiro, durch die FUNDAÇÃO Bial, Porto, gefördertes Drittmittelprojekt für Cecilia Bastos und Marc Wittmann.