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Zusammenfassung
Die wissenschaftliche Kommunikation befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Von den ersten handschriftlichen Überlieferungen über das etablierte Peer-Review-System des 20. Jahrhunderts bis hin zu digitalen Plattformen und Social Media hat sich nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Struktur wissenschaftlicher Öffentlichkeit grundlegend verändert.

Im Mittelpunkt stehen drei Themenfelder: Die Open-Science-Bewegung mit ihren Versprechen von Transparenz, Zugänglichkeit und globaler Teilhabe – ebenso wie ihren strukturellen Herausforderungen, etwa hinsichtlich Finanzierungsmodellen und Qualitätssicherung. Veränderte Ansätze der Qualitätssicherung im Kontext digitaler Publikationskulturen und sozialer Medien werden diskutiert. Zudem beleuchtet der Vortrag die Rolle Künstlicher Intelligenz in der wissenschaftlichen Kommunikation: von der Unterstützung bei Literaturrecherche, Textproduktion und Peer Review bis hin zu Fragen von Autorschaft, Verantwortung und epistemischer Verlässlichkeit. Der Beitrag versteht KI nicht nur als technisches Werkzeug, sondern als strukturellen Faktor, der Kommunikationsprozesse, Bewertungsmechanismen und Kompetenzprofile in der Wissenschaft nachhaltig verändert.

Abschließend werden Szenarien für die zukünftige Gestaltung wissenschaftlicher Kommunikationsräume skizziert und Leitfragen formuliert: Wie lassen sich Offenheit, Qualität und Verantwortung im digitalen Zeitalter sichern?