Freiburger Stadtjubiläum IGPP Freiburgs Gespenster

GESPENSTISCHES ZUR NACHT:
SPUK UND GEISTER IN FREIBURG

Spuk und Geistererscheinungen: So etwas gibt es doch gar nicht! Oder etwa doch?

 

Lesung im Rahmen des Freiburger Stadtjubiläums
im Mensagarten Freiburg,
10. Juli 2021 ab 22.00 Uhr
zuvor ab 21.00 Uhr:
Stark | Pöhlmann | Schweier – Jazz

Im Rahmen des Freiburger Stadtjubiläums sind Uwe Schellinger und Michael Nahm vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) stadtgeschichtlichen Quellen nachgegangen, in denen Gespenster, Geister und Spuk eine Rolle spielen.
In dieser Lesung werden verschiedene Episoden aus einem daraus entstandenen Buch vorgetragen, das den Zeitraum von 1800 bis heute abdeckt.
Lassen Sie sich davon überraschen, welche ungewöhnlichen Aspekte die Freiburger Stadtgeschichte zu bieten hat ...

 

Mitwirkende:
Lesung: Peter Haug-Lamersdorf (u.a. Historix-Tours, SWR, Wallgrabentheater)
Solo-Drumming: Marc Vetter (u.a. OIL, Baby Snakes, JaKlaRo)
Moderation: Uwe Schellinger & Michael Nahm (IGPP)

PDF: Veranstaltung_Freiburgs-Gespenster.pdf

 

 

SPUK! DIE FOTOGRAFIEN VON LEIF GEIGES

Ausstellung im Haus der Graphischen Sammlung
im Augustinermuseum, Städtische Museen Freiburg i. Br.,
1. Mai 2021 – 26. September 2021

In Kooperation mit dem
Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e. V. (IGPP),
Freiburg. i. Br.

 

SPUK! DIE FOTOGRAFIEN VON LEIF GEIGES Ausstellung Plakat

 

Der Freiburger Fotograf und Bildjournalist Leif Geiges (1915–1990) arbeitete von 1949 bis in die 1970er Jahre mit Hans Bender (1907–1991) zusammen, 1950 Gründer des IGPP und ab 1954 Professor für Psychologie und Grenzgebiete der Psychologie an der Freiburger Universität. Geiges dokumentierte dessen erste Feldforschungen bei Spukfällen, veranschaulichte Berichte von sogenannten „Spontanphänomenen“ wie Wahrträumen oder illustrierte verschiedene okkulte („magische“) Praktiken wie das Tischrücken und das Kristallsehen. Zudem stellte er mit fotografischen Mitteln Laborexperimente nach, wie statistische Experimente zur Außersinnlichen Wahrnehmung mit Zener-Karten, oder nahm qualitative Versuche mit begabten Medien auf, wie Platzexperimente mit dem „Paragnosten“ Gerard Croiset.

Die Ausstellung präsentiert zum ersten Mal umfassend das eindrucksvolle Bildmaterial von Leif Geiges, das zu seiner Entstehungszeit hauptsächlich in populären Zeitschriften und Illustrierten erschien. Hans Bender setzte es ein, um sein kontrovers diskutiertes Forschungs- und Arbeitsgebiet in der medialen Öffentlichkeit darzustellen. In den 1950er-Jahren finanzierte er mit den Honoraren für Bildberichte außerdem sein ambitioniertes, im Aufbau befindliches Forschungs- und Arbeitsprogramm. Gleichzeitig versuchte Bender auf diesem Weg, Fallmaterial über paranormale Erlebnisse aus der Bevölkerung einzuwerben.

Leif Geiges wurde an der Kunstgewerbeschule Reimann in Berlin ausgebildet und arbeitete als Bildjournalist u. a. bei der Berliner Illustri(e)rten Zeitung sowie während des Zweiten Weltkriegs bei der von der Wehrmacht herausgegebenen auslandspropagandistischen Illustrierten Signal. 1948/1949 gründete Geiges in Freiburg das „Photographische Atelier für Forschung, Wissenschaft und Kunst“ und wurde in diesem Zusammenhang zum ersten Mal für Hans Bender tätig. Zuvor hatte sich Leif Geiges noch nicht mit parapsychologischen Forschungsthemen befasst, er widmete sich jedoch mit erkennbarer Sympathie, handwerklicher Sorgfalt und gestalterischem Einfallsreichtum dem unorthodoxen Themenfeld. Aus heutiger Perspektive geben seine Fotografien Einblicke in die Aufbaujahre des IGPP sowie in ein wissenschaftliches Grenzgebiet und gesellschaftliches Spannungsfeld der Nachkriegszeit. Sie stellen dabei ein einzigartiges Kapitel in der über 150jährigen fotografischen Geschichte des Okkultismus dar.

Die-Broetchen

Leif Geiges, Die Brötchen. Herr Plach war im Dorf und hat für das Frühstück Butter und Brötchen eingekauft. In der Küche legte er Butter und Brötchen auf eine Truhe neben den Tisch. Wenige Minuten später begannen die Brötchen wie Schwalben in der Küche herumzufliegen … und fielen schließlich auf den Fußboden, Rekonstruktion eines berichteten Spukphänomens vom 17.3.1947, Vachendorf 1949, Archiv des IGPP

 

Die Ausstellung ist in 9 Abschnitte unterteilt und umfasst 88 Originalfotografien von Leif Geiges, die häufig zu mehrteiligen Sequenzen angeordnet sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Bildfolgen zum Themenfeld „Spuk“, vor allem seinen „fotografischen Rekonstruktionen berichteter Spukphänomene“. Außerdem werden als Ergänzung einige Fotografien anderer Autoren gezeigt, etwa Bildmaterial aus der Geschichte des Okkultismus sowie Werke der Bildenden Kunst, die das Thema Spuk berühren. Charakteristisch für Geiges‘ Arbeitsweise sind außerdem umfangreiche Bildlegenden, mit denen er die einzelnen Motive erklärte. Sie beruhen zu einem großen Teil auf Ausführungen von Hans Bender. Bis auf wenige Ausnahmen sind sie in der Ausstellung ungekürzt wiedergegeben.

Der Großteil der Exponate stammt aus dem Archiv des IGPP. Kurator der Ausstellung ist Andreas Fischer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am IGPP. Begleitend zur Schau ist ein Katalog im Michael Imhof Verlag erschienen, der für 24,80 Euro an den Museumskassen und für 29,95 Euro im Buchhandel erhältlich ist.

Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum in Freiburg, Salzstraße 32, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, freitags bis 19 Uhr geöffnet. Tickets kosten 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Mitglieder des Freundeskreises, Inhaber des Museums-Pass-Musées und für junge Men-schen unter 21 Jahren ist der Eintritt frei. Weitere Infos zur Ausstellung und zum Begleitprogramm gibt es immer aktuell auf der Internetseite des Museums www.freiburg.de/spuk.

 

Blick in die Ausstellung

Fotos: Axel Kilian, Städtische Museen Freiburg

 

Kontakte im IGPP:
Andreas Fischer (E-Mail: fischer@igpp.de, Telefon: 0761 20721 63)
Dipl. Psych. Eberhard Bauer (E-Mail: bauer@igpp.de, Telefon: 0761 20721 11)
Karin Moos (E-Mail: moos@igpp.de, Telefon: 0761 20721 18)

PDF: IGPP_SPUK-Ausstellung.pdf